Sozial faire (Arbeits-)Bekleidung

Kompetente, sehr informative Vorträge, umfangreiche Materialien zum Mitnehmen in angenehmer Atmosphäre. - Das war die SO:FAIR-Veranstaltung am 27. Nov.!

(c) Klimabündnis NÖ

Die Problematik im Textilbereich:

Schlechte, oft menschenunwürdige Arbeits- bzw. Lebensbedingungen bei Jenen , die den Großteil unserer Kleidungsstücke herstellen. Die NäherInnen erhalten pro T-Shirt nur 1 % von dem Betrag, den wir dafür zahlen. Das sind bei einem T-Shirt um 20 € nur 20 Cent. Der Rest des Verkaufspreises  - 99 %  -  werden für Einzelhandel, Steuern, Markenunternehmen, Transport, Fabrikation und Material aufgewendet. Die NäherInnen verdienen fast immer zu wenig, um damit ihre Grundbedürfnisse abzudecken. Da bleibt z. B. oft nicht einmal genug Geld für eine menschenwürdige Unterkunft und ausreichend zu essen.


Was kann man als KonsumentIn gegen diese Bedigungen tun?

Rohstoff:

Bei Baumwolle auf sozial fair produzierte Baumwolle achten. Kaufen Sie z. B. Baumwoll-Produkte mit dem FAIRTRADE-Gütesiegel. Auf www.fairtrade.at  können Sie unter Produktsuche FAIRTRADE-Baumwollprodukte finden. FAIRTRADE bietet weiters neben allgemeiner Information zu FAIRTRADE-Baumwolle auch Lieferantenempfehlungslisten zu FAIRTRADE-Arbeitskleidung, FAIRTRADE T-Shirts sowie FAIRTRADE-Baumwolltaschen.

Verabeitung des Rohstoffes/Produktion der Bekleidung:

Markenunternehmen können Mitglied einer Multistakeholder-Initiative, wie der Fair Wear Foundation, werden. Mitglieder der Fair Wear Foundation übernehmen Verantwortung für eine schrittweise Verbesserung der Arbeitsbedingungen in ihren Zulieferbetrieben.

Unter www.fairwear.org/36/brands   finden Sie alle Firmen, die bei der Fair Wear Foundation sind und sich somit im Bereich sozial fairere Arbeitsbedingungen in ihren Fabriken engagieren.

Hinweis: Auch "ganz normale" Arbeitsbekleidungsunternehmen sind Mitglied bei der Fair Wear Foundation. Es gibt z. B.  auch Warnschutzkleidung nach ÖNORM EN ISO 20471 von Fair Wear Foundation Mitgliedern.

Weitere Tipps:

  • Integrieren Sie sozial faire Kriterien in Ihre nächste Ausschreibung. Hier geht es zu den dafür entwickelten Kriterienkatalogen von der SO:FAIR-Initiative.
  • Schauen Sie sich das Angebot  in Geschäften an, deren Ziel es ist, die ProduzentInnen für die Herstellung ihrer Produkte sozial fair zu entlohnen zB Weltläden.
    Besuchen Sie z. B. auch die Seite http://werbefair.at .
  • Teilen Sie Ihrem Lieblings-Bekleidungsgeschäft mit, dass Ihnen soziale und ökologische Kriterien bei der Herstellung Ihrer Bekleidung und der dafür notwendigen Rohstoffe wichtig sind. Regen Sie z. B. an, dass das Unternehmen Mitglied der Fair Wear Foundation wird und teilen Sie z. B. mit, dass Sie beim Rohstoff Baumwolle gerne FAIRTRADE- und BIO-Baumwolle hätten.
  • Schreiben Sie in Ihrer Gemeindezeitung einen Artikel zu dieser Thematik. Hier finden Sie als Beispiel eine Medieninfo. Hier die dazugehörige Abbildung von der Clean Clothes Kampagne.
  • Hier haben Sie die Möglichkeit Materialien der Clean Clothes Kampagne, wie Poster, zu bestellen.


 

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