Herbert Wandl: Ich liebe das Klimafrühstück!

Unser Vorstands-Vorsitzender Bgm. Herbert Wandl aus Gerersdorf im Interview.

Herbert Wandl und Petra Schön, Foto: Klimabündnis NÖ

Die Klimakrise drängt, der Druck steigt – Kraft tanken ist umso wichtiger. Wo können Sie am besten klimafreundlich entspannen?

Herbert Wandl: Bei einer der vielen Wandermöglichkeiten bei uns im Pielachtal – die Anreise erfolgt mit der Mariazellerbahn, natürlich mit dem Klimaticket!

Ihre Gemeinde ist seit dem Jahr 2000 Klimabündnis-Gemeinde. Was ist ihr Lieblingsprojekt?

Wandl: Das Klimafrühstück, das einmal jährlich in der Gemeinde abgehalten wird. Coronabedingt mussten wir zuletzt leider pausieren. Rund 10% der Bevölkerung treffen sich entweder am Florianiplatz oder im Innenhof beim Gemeindesaal, um gemeinsam ein Frühstück mit regionalen, biologischen und auch Fairtrade-Produkten zu genießen. Jeder, der zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommt, bekommt dieses Frühstück gratis. Im Rahmen des Klimafrühstücks finden auch Aktivitäten zu Themen des Klimabündnis, zu Fairtrade und der Gesunden Gemeinde statt. Ein Projekt, auf das ich mich jetzt schon freue, ist eine PV-Großanlage mit 200 kWp, die auf einer Parkplatzüberdachung eines gemeindeeigenen Parkplatzes noch heuer installiert werden soll.

Was hat sie motiviert, sich als Vorstand im Klimabündnis NÖ zu engagieren?

Wandl: Das Klimabündnis ist ein kommunales Netzwerk und die Klimakrise ist die größte Herausforderung des nächsten Jahrzehntes. Die Gemeinden können da mit gutem Beispiel vorangehen und die Bürgerinnen und Bürger bei den notwendigen Veränderungen mitnehmen. Wenn uns das gut gelingt, können wir gemeinsam die ambitionierten Klimaziele schaffen.

Das Öko-Mobil E-Lastenrad wird in Gerersdorf für die Grünraumpflege verwendet.

Das Herzstück des Klimabündnis ist die Partnerschaft mit der FOIRN. Welches Bild haben Sie im Kopf, wenn Sie an den Rio Negro denken?

Wandl: Wenn ich an den Amazonas denke, dann ist es leider kein schönes Bild, das ich im Kopf habe: aus reiner Gier brennender Regenwald. In unserer Partnerregion am Rio Negro schaut das zum Glück noch viel besser aus. Umso überzeugter bin ich daher davon, dass das Engagement des Klimabündnis im Rahmen der Partnerschaft mit FOIRN wichtiger als je zuvor ist.

Bis 2040 soll Österreich klimaneutral werden. Was hat sich bis dahin positiv in ihrer Gemeinde verändert?

Wandl: Bis zum Jahr 2040 gibt es keine Ölheizungen mehr, der Großteil der Liegenschaften ist mit Erneuerbarer Energie versorgt und thermisch saniert. Der Gemeindebeitrag zu den Klimazielen liegt dabei über dem Durchschnitt!

Factbox

  • Klimabündnis-Gemeinde: Gerersdorf im Bezirk St. Pölten-Land
  • 1.000 Einwohner:innen
  • Bürgermeister seit: 2006
  • Vorstandsvorsitzender des Klimabündnis NÖ seit: 2021
  • Beruf: Großhandelskaufmann, seit 2016 Bürgermeister in Vollzeit
  • Familie: seit 41 Jahren verheiratet, 1 Sohn, 2 Enkelkinder
  • Lebensmotto: Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für die Welt. (Mahatma Ghandi)
Gerersdorf ist seit 2000 Mitglied im Klimabündnis.
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