Idee des Monats

Die Raiffeisen Regionalbank Mödling wird Fit für die Zukunft

Raiffeisen Forum Mödling I Foto: RRB Mödling/Markl

„Geld regiert die Welt“ – dieses Sprichwort kennen wir wohl alle. Und es mag etwas Wahres dran sein: Denn auch um die Klimakrise zu bewältigen ist es wichtig, wohin Geld fließt und wohin nicht. Durch nachhaltige Investitionen können wir klimafreundliche Projekte vorantreiben – Banken spielen daher eine wichtige Rolle in der Klimakrise. In Niederösterreich setzt die Raiffeisen Regionalbank Mödling nun einen starken Fokus auf Nachhaltigkeit. Als erste Bank in Niederösterreich trat sie Ende 2021 dem Klimabündnis bei. Wir haben mit Agnes Gössinger über die Zukunftspläne der Bank gesprochen. Eines können wir schon verraten: Die Bank hat vieles vor.

Mitglieder-Wald in Mödling I Foto: RRB Mödling

Was macht die Raiffeisen Regionalbank Mödling besonders?

Wir haben immer schon geschaut, dass wir einen anderen Weg gehen als viele andere Banken. Die Raiffeisen Regionalbank Mödling ist eine regionale Genossenschaftsbank, die im Eigentum von rund 17.000 Mitgliedern steht. Als regionaler Nahversorger für Bankdienstleistungen ist es uns ein großes Anliegen, die Gemeinschaft und Region zu fördern, aber auch Vereine und die Umwelt haben bei uns einen hohen Stellenwert.

Wir sind davon überzeugt, dass der Klimawandel eines der wichtigsten Themen unserer Zeit ist und, dass das eine Herausforderung ist, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Für uns ist der Einsatz für ein gesundes Klima also auch ein Schritt, etwas zum guten Leben in unserer Region beizutragen. Um diesen gemeinschaftlichen Ansatz sichtbar zu machen, haben wir dieses Jahr einen Mitglieder-Wald angelegt: In Mödling pflanzen wir für jedes neue Mitglied einen Baum. Dabei legen wir großen Wert auf Biodiversität. 15 verschiedene Baum- und Sträucherarten wurden in Kooperation mit der Stadtgemeinde bereits gepflanzt.

Außergewöhnlich ist auch unser Bürogebäude – das Raiffeisen Forum Mödling. Das recht junge Gebäude wurde 2014 unter Berücksichtigung diverser ökologischer Kriterien erbaut. Durch bauliche Maßnahmen haben wir es geschafft, zur Nachhaltigkeit beizutragen und ein gesteigertes Wohlbefinden zu schaffen. Mein Lieblingsstück, wenn ich das Gebäude betrete, sind unsere beiden vertikalen Gärten – die sorgen im Sommer für Kühlung und das ganze Jahr über für eine Optimierung der Luftfeuchtigkeit. Zusätzlich deckt eine Photovoltaik-Anlage am Dach einen Teil unseres Strombedarfs ab.

Vertikaler Garten im Raiffeisen Forum Mödling I Foto: RRB Mödling

Wie kommt das bei der Bevölkerung an?

Ich glaube unsere Kund:innen schätzen sehr, dass wir uns für Nachhaltigkeit engagieren. Im Außenbereich des Raiffeisen Forums Mödling stellen wir beispielsweise E-Ladestationen zur Verfügung – so etwas fällt den Menschen sofort auf. Wir sehen auch, dass die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten sehr hoch ist. Insbesondere bei Veranlagungsmöglichkeiten schreiben wir Nachhaltigkeit groß. Jede Geldanlage kann eine positive Wirkung haben. Daher schließen die nachhaltigen Fonds von Raiffeisen Staaten und Unternehmen mit umstrittenen Geschäftsfeldern und -praktiken schon im vorn­he­r­ein aus. Hier gibt es einen strengen Katalog von No-Gos. Dazu zählen unter anderem Kinderarbeit, Tierversuche, die Rüstungsindustrie, Erdöl und Kohle. Außerdem sind wir gerade dabei nachhaltige Finanzierungsprodukte zu entwickeln.

Es ist uns besonders wichtig, dass Klimaschutz in allen Bereichen mitgedacht wird. Wir versuchen also nicht nur, mit einer Filiale einen Schwerpunkt zu setzen, sondern alle 15 Standorte und alle Bereiche einzubinden und klimafreundlicher zu gestalten.

Welche Zukunftspläne hat die Raiffeisen Regionalbank Mödling?

Bei einem Strategieprozess im letzten Jahr haben wir einen großen Schritt getätigt. Zusätzlich zu vier finanziellen Kennzahlen, mit denen wir zukunftsweisend arbeiten, haben wir nun auch erstmals eine fünfte Kennzahl aus dem Bereich Nachhaltigkeit eingeführt und ein ambitioniertes Ziel gesteckt: Bis 2027 will die Raiffeisen Regionalbank Mödling klimaneutral sein.

Aktuell evaluieren wir unsere Emissionen und schauen genau hin, um Einsparpotenzial zu finden. Im Rahmen einer umfassenden CO2-Bilanz schauen wir uns dieses Jahr all unsere Standorte im Detail an. Einen besonderen Fokus haben wir dabei auf die Energieversorgung gelegt. Wir planen dieses Jahr sechs neue Photovoltaik-Anlagen auf unterschiedlichen Bankstellen-Standorten zu errichten, um die bestehenden Flächen effizient zu nutzen. Zusätzlich werden wir ebenfalsl an sechs Standorten neue E-Ladestationen anschaffen.

Dabei ist es uns wichtig, das Gesamtbild im Blick zu haben. Das heißt, wir evaluieren beispielsweise auch die Mitarbeiter:innen-Mobilität, um auch in diesem wichtigen Bereich Maßnahmen in Richtung Klimaneutralität 2027 zu setzen.

Klimabündnis-Beitritt (v.l.n.r.): Agnes Gössinger (RRB Mödling), Michaela Aschenbrenner (Klimabündnis NÖ), Dir. Sonja Laimer, Dir. Thomas Schantz und Bankstellenleiterin Doris Handler I Foto: RRB Mödling

Warum seid ihr dem Klimabündnis beigetreten?

Klimaschutz ist uns ein Herzensanliegen. Da war für uns völlig klar: Wir wollen Teil des größten Klimschutz-Netzwerks Österreichs werden. Bereits im Beitrittsprozess hat sich gezeigt, dass da sehr viel Expertise da ist. Es freut mich, dass wir bereits einige sehr interessante Informationen und Anregungen erhalten haben, die sich zum Beispiel bei der CO2-Bilanz als nützlich erweisen haben. Wir sehen es außerdem als sehr wichtig an, sich mit anderen Organisationen zu vernetzten – gemeinsam können wir viel mehr erreichen, da war das Klimabündnis der ideale Partner für uns.

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