Ein Baum für jedes Kind

In Türnitz gibt es seit 2018 einen Lebensbaumpark für Kinder. 

VertreterInnen der Gemeinde, Bauhof und engagierte BürgerInnen halfen bei der Gestaltung des Lebensbaumpark mit. Foto: Gemeinde Türnitz

Wir haben bei Umweltgemeinderätin Silvia Panzenböck nachgefragt, wie das Projekt entstanden ist.

Was können wir uns unter einem Lebensbaumpark vorstellen?

Auf einem Areal von 2500m2, das aufgrund eines Pilzbefalles gerodet werden musste, entsteht ein Mischwald der besonderen Art. Jedes Kind in der Gemeinde besitzt einen eigenen Baum. Bei einem großen Eröffnungsfest im Juli 2018 pflanzten über 100 Kinder ihre Lebensbäume, seitdem finden laufend weitere Pflanzaktionen statt. Jedes Kind erhält ein Zertifikat mit den Pflegemaßnahmen und eine Tafel auf der Name, das Geburtsdatum des Kindes (natürlich Datenschutzkonform) sowie die Baumart aufgedruckt sind. Die Kinder bzw. Eltern setzen die Bäume, Großeltern helfen bei der Pflege und die SeniorInnen und AnrainerInnen unterstützen bei den weiteren Pflegemaßnahmen. Ein Projekt, das in zweifacher Weise Generationen verbindet.

Ergänzend hat die Gemeinde oberhalb des Areals weitere 1.000 Bäume gepflanzt.

Wie wurde der Lebensbaumpark umgesetzt?

Das Kinderteam Türnitz hat gemeinsam mit der Gemeinde und lokalen Sponsoren das Projekt initiiert und finanziert. Beim Eröffnungsfest erhielten die Kinder ein Wildverbissgitter, Kabelbinder, ein Lebensbäumchen, sowie einen Steher zur Befestigung des Baumes. Der Bauhof half beim Auf- und Abbau des Festes mit. Die Bäuerinnen und Bauern informierten über Pflegemaßnahmen und stellten die Geräte zur Verfügung.

Was ist das Besondere an Ihrem Projekt?

Die vielen Ehrenamtlichen und die Zusammenarbeit in der Gemeinde haben das Projekt wachsen und gedeihen lassen. Die ganze Gemeinde hat mitgeholfen und so konnten wir den Lebensbaumpark zwei Jahre nach der Eröffnung erweitern. Geholfen hat uns, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren: Unseren Kindern Nachhaltigkeit und Klimaschutz als wichtige Säulen für ein nachhaltiges Miteinander mitzugeben.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen?

Holz ist ein genialer Rohstoff und natürlicher CO2-Speicher. Wir wollten ein Projekt, in dem alle Generationen zur Klimawende und zum Klimaschutz beitragen können. Das ist gelungen und wir sind sehr stolz darauf. Es ist eine Freude zu sehen wie die Bäume wachsen.

Danke für Ihr Engagement!

Jung und Alt beteiligten sich bei der großen Setzaktion am 29. Juni 2018 im Rahmen des Ferienspielauftaktes. Foto: Gemeinde Türnitz
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