Idee des Monats Eggenburg

Bürgermeisterin Margarete Jarmer beim Aufstellen der mobilen Pflanzkästen

Historisches Erbemit Blick in die Zukunft

Die Stadtgemeinde Eggenburg feiert dieses Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum als Klimabündnis Gemeinde. Bürgermeisterin Margarete Jarmer blickt auf viele Erfolge zurück: Eggenburg verfügt nachweislich über eine außergewöhnlich gut erhaltene Stadtmauer sowie zahlreiche historische Gebäude und Ensembles, die bis heute das Stadtbild prägen. Damit dieses wertvolle Erbe auch in Zukunft bewahrt bleibt, hat die Stadtgemeinde eine „Schutzzonenverordnung“ erlassen. Diese teilt Gebäude und Flächen in vier Kategorien ein, für die jeweils besondere Bebauungsbestimmungen gelten und somit sicherstellen, dass das historische Ortsbild nicht beeinträchtigt wird.

Vorbild im Klima- und Denkmalschutz

Die neue Verordnung schützt nicht nur das historische Ortsbild, sondern schafft zugleich Raum für zeitgemäße Maßnahmen. Auch Klimaschutz und Klimawandelanpassung sind darin verankert: So finden sich hier unter anderem Richtlinien zur Dachbegrünung und zur Installation von Photovoltaikanlagen – diese müssen ortsbildverträglich umgesetzt werden, etwa mit dunklen Modulen oder unauffälliger Anbringung. So kann das Stadtzentrum „klimafit“ gestaltet werden und dabei sein historisches Erscheinungsbild bewahren.

Dabei arbeitet Eggenburg eng mit dem Bundesdenkmalamt zusammen. Durch regelmäßige Termine und Begehungen können wichtige Fragen bereits in der Planungsphase geklärt werden. So wurde auch ein aktuelles Schwammstadt-Projekt am Hauptplatz geplant – ein Vorhaben, das zwar mit Aufwand und Auflagen verbunden ist, aber zeigt, wie Tradition und Innovation Hand in Hand gehen können.

Darüber hinaus nimmt Eggenburg als Pilotgemeinde am Interreg-Projekt Plants4cooling teil. Ab Ende August 2025 werden Rankgitter für die vertikale Begrünung aufgestellt und bepflanzt.

Bürgermeisterin Margarete Jarmer:„Die Zeiten haben sich geändert, das Klima hat sich geändert. Also müssen auch wir bereit sein für Veränderung. Wenn wir jetzt nicht versuchen entgegenzusteuern, wird sich auch nichts zum Positiven ändern.“

Best-Practice Erfahrungen aus Eggenburg

Von Anfang an auf einen guten Dialog mit allen Beteiligten setzen.

Die Bevölkerung mitnehmen und informieren ist entscheidend.

Widerstände gehören dazu, nicht entmutigen lassen.

Manchmal hilft es, klein anzufangen – wie etwa Bäume am Hauptplatz zunächst in mobilen Pflanzkästen aufzustellen, um einen „Gewöhnungseffekt“ zu schaffen.

Vertreter:innen aus Eggenburg beim Projektstart Plants4cooling
Ansicht der Rankgitter entlang der Rathausstraße
Ansicht der Rankgitter entlang der Rathausstraße

Im Rahmen des Interreg-Projekts DeKLARed ADAPTRegions wurde ein Untersuchungsbericht für Niederösterreich erarbeitet. Auf Basis von Recherchen und qualitativer Expert:inneninterviews werden darin zentrale Herausforderungen sowie mögliche Lösungsansätze im Bereich Schutzgebiete und Klimawandelanpassung aufgezeigt.

DeKLARed ADAPTRegions wird durch das Interreg-Programm Österreich-Tschechische Republik 2021-2027 unterstützt.